Mit Vorliebe singen und präsentieren wir ungehobene musikalische Schätze von Renaissance bis Frühklassik.
Probe: Do. 20:00 – 22:00 Uhr - jeweils Corona angepasst AMeB Nachbarschaftstreff, Biermannstrasse 15, Bremen Schwachhausen
Chor

Über unseren Chor

Der Chor „Neue Kantorei Bremen“ singt Werke aus Renaissance bis Frühklassik und präsentiert sie vorrangig in Konzerten in der Kirche St. Ursula, Bremen-Schwachhausen.

Wir sind etwa 25 Sängerinnen und Sänger, die sich in dem gemeinnützigen Verein „neuekantorei-bremen.eV.“ zusammengeschlossen haben. Der Chor besteht seit 2008 und sang bis zu einer Umstrukturierung 2019  unter dem Dach der Gemeinde „Unser Lieben Frauen.“

Musik

Bei unseren Konzerten verlassen wir gerne ausgetretene Pfade. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem „Elbipolis Barockorchester Hamburg“ oder einer Continuogruppe selten zu hörende, großartige Werke der Renaissance und des Barock aufgeführt, u.a. von Bach, Buxtehude, di Lasso, Kuhnau, Haydn, Leonarda, Lotti, Scarlatti und Telemann. In letzter Zeit liegt unser Schwerpunkt auf französischer Barockmusik, die wir mit dem Ensemble „Ambiance“ aufführen.

Im Herbst 2022 werden wir die in Bremen einzige Reihe der Konzerte mit französischen Grands Motets fortsetzen mit dem „DIES IRAE“ von Jean-Baptiste Lully (1632 – 1687). Lully hat mit seinen zwölf überlieferten Grands Motets die von seinen Vorgängern  entwickelte Form in ihren bis zur französischen Revolution gebräuchlichen Ablauf gebracht. Seine stilbildende Grand Motet DIES IRAE reiht sich ein in unsere Konzerte der letzten Jahre: Marc-Antoine Charpentier (2018), André Campra (2019), Charles Hubert Gervais (wegen der Pandemie von 2020 nach 2021 verschoben).

Sein DIES IRAE komponierte Lully anlässlich der Bestattung der am 30.7.1685 gestorbenen Gemahlin Ludwigs XIV. Wenn der Text auch voller apokalyptischer Bilder ist, geht Lully ihn doch mit einer fast heiteren Besinnlichkeit an. In seiner Musik ist der Tod weniger Strafe als Erlösung. Eines der besten Beispiele ist das vom Chor vorgetragene Bild der verlorenen Sünder die den „sengenden Flammen“ (flammis acribus addictis) übergeben werden, das nur fünf Takte lang ist. Hingegen erstrecken sich die letzten Worte des Verses „voca me cum benedictis“ (ruf mich zu den Seligen) über nicht weniger als 44 Takte. Dabei vervielfältigen sich die Kontraste, die man beispielhaft im Vers „Rex tremendae majestatis“ erkennen kann und die noch hervorgehoben werden durch umrahmende Soloduette. Bemerkenswerterweise singt der Sopran keine einzige Solopassage, während der Bass, der auch den auf einer gregorianischen Melodie beruhenden Eingangsvers vorträgt, eine ungleich größere Partie hat. Dies ist, auch bei Lully, sehr selten.

Neue Mitglieder

Die Neue Kantorei Bremen ist keine geschlossene Gruppe – im Gegenteil: Wir freuen uns über neue Mitsängerinnen und Mitsänger. Wollen Sie mit uns die Freude und Lust an ungehobenen musikalischen Schätzen teilen und anspruchsvolle, ungewöhnliche Musik unter anregender und kompetenter Leitung singen?

Wir bedanken uns für die großherzige Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, sowie der Waldemar-Koch-Stiftung und der Conrad Naber Stiftung, ohne die wir unsere Konzerte nicht verwirklichen könnten.

Wenn die Bestimmungen zur Corona-Pandemie es zulassen, proben wir  donnerstags von 20 bis 22 Uhr im AMeB Nachbarschaftstreff, Biermannstrasse 15, Bremen-Schwachhausen.

Chorleiter

Klaus Westermann

Seit Januar 2018 hat Klaus Westermann als Nachfolger von Jörg Jacobi die Leitung unseres Chores übernommen. Er ist Spezialist für Alte Musik, Cembalist, Organist, Chorleiter und hat an der HfK Bremen unterrichtet.

1 Charpentier 2018; Tuba mirum
by Chor Neue Kantorei Bremen
2 Charpentier 2018; Sanctus
by Chor Neue Kantorei Bremen
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