Chor

    Bei unseren Konzerten verlassen wir gerne ausgetretene Pfade. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem „Elbipolis Barockorchester Hamburg“ oder einer Continuogruppe selten zu hörende, großartige Werke der Renaissance und des Barock aufgeführt, u.a. von Bach, Buxtehude, di Lasso, Kuhnau, Haydn, Leonarda, Lotti, Scarlatti und Telemann. In letzter Zeit liegt unser Schwerpunkt auf französischer Barockmusik, die wir mit dem Ensemble „Ambiance“ aufführen.

    In diesem Jahr wollen wir weihnachtliche Musik von Marc-Antoine Charpentier (1643 – 1704) und André Campra (1660 – 1744) in einer ganz besonderen Konstellation darbieten.

    Marc-Antoine Charpentier (1643 – 1704) war zweifellos der berühmteste Komponist geistlicher Musik im Frankreich der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Am bekanntesten ist sein „Te Deum“ mit dem berühmten Prélude, das noch heute bei Sendungen der Eurovision verwendet wird. Wir werden im Advent Charptentiers „IN NATIVITATEM DOMINI CANTICUM“ aufführen. Man könnte dieses Werk von eher mittlerer Größe „Weihnachtsoratorium“ nennen. Es bietet eine Fülle unterschiedlichster Musik: Chöre, eine Nachtmusik, einen Marsch der Hirten, Erwachen der Hirten, Gesänge eines Engels, verschiedene Soli. Die Musik steckt voller überraschender Harmonien und Wendungen, und leuchtet fast opernhaft einzelne Szenen aus.

    Das zweite Hauptwerk des Konzerts wird eine Komposition André Campras (1660 – 1744) sein, mit identischem Titel und Texten. Dies ist eine sehr interessante und singuläre Situation: Charpentiers Werk datiert von 1684, Campras Original von 1700 oder 1714 (ungeklärt). Möglicherweise kannte Campra Charpentiers Komposition und es reizte ihn, ein ähnliches und doch musikalisch vollkommen anderes Werk zu kompo­nieren und gegenüberzustellen. Beide Werke in einem Konzert zu hören ist sicher auch für das Publikum sehr reizvoll. Das Werk Campras ist als weitere bremische Uraufführung zu werten nach dem 2021 aufgeführten „Super flumina Babilonis“ von Charles-Hubert Gervais (1674-1744).

    Die beiden „Grand Motets“ reihen sich ein in unsere Konzerte der letzten Jahre:  Marc-Antoine Charpentier (2018), André Campra (2019), Charles Hubert Gervais (wegen der Pandemie von 2020 nach 2021 verschoben), Lully und Delalande (2022).

    Über unseren Chor

    Der Chor „Neue Kantorei Bremen“ singt Werke aus Renaissance bis Frühklassik und präsentiert sie vorrangig in Konzerten in der Kirche St. Ursula, Bremen-Schwachhausen.

    Wir sind etwa 25 Sängerinnen und Sänger, die sich in dem gemeinnützigen Verein „neuekantorei-bremen.eV.“ zusammengeschlossen haben. Der Chor besteht seit 2008 und sang bis zu einer Umstrukturierung 2019  unter dem Dach der Gemeinde „Unser Lieben Frauen.“

    Musik

    Neue Mitglieder

    Die Neue Kantorei Bremen ist keine geschlossene Gruppe – im Gegenteil: Wir freuen uns über neue Mitsängerinnen und Mitsänger. Wollen Sie mit uns die Freude und Lust an ungehobenen musikalischen Schätzen teilen und anspruchsvolle, ungewöhnliche Musik unter anregender und kompetenter Leitung singen?

    Wir bedanken uns für die großherzige Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, sowie der Waldemar-Koch-Stiftung, der Conrad Naber Stiftung und der Stiftung Schwule Freunde Bremen, ohne die wir unsere Konzerte nicht verwirklichen könnten.

    Wir proben donnerstags von 20 bis 22 Uhr im AMeB Nachbarschaftstreff, Biermannstrasse 15/Ecke Kulenkampffallee, Bremen-Schwachhausen.

    Chorleiter

    Klaus Westermann

    Seit Januar 2018 hat Klaus Westermann als Nachfolger von Jörg Jacobi die Leitung unseres Chores übernommen. Er ist Spezialist für Alte Musik, Cembalist, Organist, Chorleiter und hat an der HfK Bremen unterrichtet.

    Dt. Erstaufführung 2021: C_H Gervais, ``Super flumina Babilonis``
    by Chor Neue Kantorei Bremen
    G.P.Telemann, ``Deus, judicium tuum``, 2021
    by Chor Neue Kantorei Bremen
    M.A. Charpentier, ``Tuba mirum``
    by Chor Neue Kantorei Bremen
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